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Der Verschreiber zumindest des Monats Juni war auf www.blick.ch zu lesen: „SF-Direktorin Ingrid Deltenre verlässt das SR DRS.” War da im Hinterkopf vielleicht der Gedanke „wegen SR DRS”?Gleich noch ein Verschreiber. Die BaZ zitiert EDITO: „Trotz Arbeitsplatzausbau (sic!) zieht es Jugendliche in den Journalismus.” Bei der BaZ-Redaktion sollte das Wort „Arbeitsplatzabbau” doch eher geläufig sein.Passend war die Beilage zum „Tages-Anzeiger”, in welchem über die Entlassungen in der eigenen Redaktion berichtet worden ist: „Human Resources” war das Thema des „Tagi”-Supplément. Aus dem Themenangebot: „Wie finde ich meinen Platz im Unternehmen?” Und: „Bessere Arbeitsmarktchancen durch Weiterbildung”.Bei Familie Thiriet sind es drei: Vater Roger Thiriet als inzwischen freier Journalist, Sohn Maurice Thiriet bei der Inlandredaktion des „Tages-Anzeigers” und Sohn Simon Thiriet als Programmleiter beim Radio Basel 1. Bei den Lebruments sind es vier: Vater Hanspeter Lebrument als Verleger der „Südostschweiz”, Sohn Peter Lebrument als Chefredaktor und Geschäftsleiter bei Tele Südostschweiz, Sohn Silvio Lebrument als Geschäftsführer und Programmleiter bei Radio Grischa und Tele Südostschweiz... und Tochter Susanne Lebrument schliesslich ist Geschäftsführerin von Südostschweiz Publicitas. Welche Familie bietet mehr?

Der Springer-Verlag gratulierte der links-altenativen TAZ in Berlin mit einem neckischen Slogan zum 30-jährigen Jubiläum: „Schön, ein Alter zu erreichen, in dem man Cocktails trinkt statt sie zu schmeissen.”Die Mitarbeiterin des SSM staunt: Es ist tatsächlich Roger Schawinski, der durchs Parterre-Fenster des
SSM-Zentralsekretariates guckt und gestikuliert. Ob er zusammen mit Schwester und Tochter kurz reinkommen dürfe? Aber „Schawi” wollte nicht Mitglied werden und auch keinen GAV für Radio 1 mit dem SSM aushandeln. Die Geschwister Schawinski wollten die Wohnung sehen, in welcher sie aufgewachsen sind. Eine Dreizimmer-Wohnung war’s damals für die fünfköpfige Familie. Die „Schawis” schwelgten im SSM-Büro in guten Erinnerungen – einen SSM-Prospekt nahmen sie dann doch mit.Giacomettistrasse 3, Haus der Generaldirektion der SRG SSR, seit langer Zeit im Total-Umbau. Dem Vernehmen nach soll ein Büro im Hochhaus bereits vorzeitig fertiggestellt und demnächst von einem hochrangigen Kader der SRG SSR bezogen werden, damit man die Qualität des Umbaus prüfen könne.Im Radiostudio Bern haben die Medienschaffenden inklusive Chefetage die Kantine von compass-group boykottiert, weil zwei langjährige Mitarbeiterinnen plötzlich versetzt worden sind. Dann folgende Szene in einer Sitzungspause. Der Redaktionsleiter zu einem Kollegen: „Ich gehe auch nicht mehr in die Kantine, echte Schweinerei, was da abgegangen ist.” Antwortet der Kollege: „Ich muss aber einen Kaffee holen, sonst ist der Tag gelaufen. Willst Du einen Capuccino?” Antwort mit verlegenem Schmunzeln: „Sehr gerne.” Der Protest hat genützt, die Versetzung ist rückgängig gemacht worden.

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